Tuesday, 3 January 2017

Alte Last abwerfen




Heute habe ich einen ganzen Stoss Bedienungsanleitungen gefunden für Geräte die ich gar nicht mehr besitze (also echt, so was!).  Ich hab sie ausserdem auch nur gefunden weil sie in einer Plastikhülle waren die kaputt ging als ich sie heute anfasste.  Sonst wäre ich noch nicht darauf gekommen was alles in der Hülle war.  Ich sah eine Anleitung für eine Nähmaschine die ich noch brauche, ich hatte keine Ahnung mehr was sonst noch drin war.

Diese Anleitungen waren auch recht schwer: es tut ja so gut etwas loszuwerden das man nicht mehr braucht bei dem man auch noch das Gefühl haben kann einiges an Gewicht loszuwerden.  Ich spüre dass es Platz schafft und dass ich weniger rumschleppen werden muss beim nächsten Umzug.

Natürlich war ich sehr überrascht dass ich diesen Stoss unnützen Papier nicht schon viel früher losgeworden bin.  Das prägt sich mir noch mehr ein weil ich heute auch etwas mehr durch einen Küchenschrank geschaut habe in dem hauptsächlich Lebensmittel sind.

Ich hatte vor zwei Wochen schon einige Gewürze weggeworfen die abgelaufen waren - das hat sich super gut angefült: altes zum Ende des Jahres (also letzten Jahres) loszuwerden.  Da will ich weitermachen.

Ich habe ein paar Sachen gefunden die in 2015 und 2014 abgelaufen waren - also weg damit.

Ich denke über beides nach und mir fällt ein: warum schaue ich eigentlich nicht öfter in die Ecken die ich übersehen habe?  Mache ich das mit Absicht oder ist es nur alte Gewohnheit die bequem ist?

Und gibt es eine Entsprechung zu meinem inneren Leben?  Hmm, könnte ich es eventuell sogar andersrum aufbauen: kann ich meine Bereitschaft meine inneren dunklen Ecken anzuschauen und zu untersuchen vielleicht auf mein Umgehen mit meiner äusseren Umwelt anwenden?

Das wäre eine gute Strategie. Das wär sogar super gut.  Ich möchte gern das Gefühl haben Kontrolle über meine Aussenwelt zu erlangen.  Mann, wird sich das total genial anfühlen wenn ich weiss wo meine Sachen sind!  Wenn ich meine Unterlagen und alles Papierzeug durchgeschaut habe, sortiert und eingescannt oder abgelegt. Oh ja, bitte!  Super duper.

Und für den Moment jetzt bin ich auf jeden Fall froh dass ich diese Hülle losgeworden bin: sie ist doch glatt von allein auseinander gefallen!  Ich hab weiterhin die fitzelkleinen Teile davon gefunden, sehr nervig.  Und die Gewürze, Lebensmittel und Anleitungen bin ich auch los!!  Man muss feiern was erfolgreich war.  Juhu!

Was kann ich denn noch weiter loswerden?  Das macht Spass!

Monday, 2 January 2017

Ruhezeit

Es ist wirklich wichtig sich immer wieder die Zeit zu nehmen nichts zu machen. Nichts machen zu müssen. Ruhezeit, Zeit zum entspannen, ausruhen, sich erholen.

Es tut mir so sehr gut mir selber die Erlaubnis zu geben abzuschalten. Nur die Erwartung an mich selber zu setzen das zu machen was mir einfällt, was mich anmacht, was mir gut tut. Und sonst gar nix. So gut!

Ich nehme mir zwei Wochen Ferien, dann Urlaub zuhause über Weihnachten, und dann kann die Jobsuche anfangen. Aber nicht vorher. So will ich das.

Eine Sache mache ich in dieser Zeit die ich nicht machen muss, die mir aber überraschenderweise gut tut: ich will früh aufstehen. Noch nicht um 7 Uhr in der Früh: das war dir Uhrzeit zu der ich aus dem Haus musste als ich gearbeitet hatte, geschweige denn um 6 Uhr: die Uhrzeit zu der ich aufstehen musste. Ich möchte gern um 8 Uhr aufstehen und stelle fest dass ich oft so um 7 Uhr oder früher wach werde. Aber aufstehen brauche ich noch nicht als nehme ich mir die Zeit auch. Eben auch zum ausruhen, entspannen, mir die Zeit nehmen.

Ich will gern um oder auch vor 8 Uhr aufstehen weil ich dann die Stunden mit Tageslicht nützen kann - nähen geht am besten wenn es hell ist und ich sehen kann was ich tue. Bei künstlichem Licht kann man die Farbe von Nähfaden und Stoff nicht aufeinander abstimmen, und ich finde dass es wesentlich mehr Konzentration braucht nach Sonnenuntergang zu nähen.

Im Dezember geht die Sonne um 4 Uhr unter (in Grossbritannien, wo ich lebe) und erst so kurz nach 7 Uhr in der Früh auf. Da ist der Tag nicht sehr lange. Ich will die Stunden mit Tageslicht ausnützen.

Wenn ich dann mal verschlafe dann ist das okay. Das ist mir einmal passiert nachdem ich nachts nicht gut geschlafen habe. Ich gehe inzwischen auch eher früher ins Bett damit ich auch gern in der Früh aufstehe: ausgeschlafen und guter Laune. Na ja, guter Laune dann wenn das Wetter nicht zu verhangen und zu grau ist. Mit ein bisschen Sonne fühlt man sich wie ein anderer Mensch.

Das nähen und stricken tut mir auch total gut: ich kann sehen was ich mit meiner Zeit mache weil ein handfestes, greifbares und hoffentlich brauchbares Ergebnis dabei rauskommt.