Monday, 7 July 2014

Tausch

 

 
Es ist ja so befreiend wenn man olles Zeug los wird und mit etwas brauchbarem ersetzt!
 
Ich hab gestern meine alte Handtasche geleert und alles in eine neue gepackt.  Ich benütze nur eine (weil ich zu faul bin alles immer wieder umräumen zu müssen, bzw mir nicht sicher genug bin dass ich dann auch alles zur Hand hätte – ich hätte zu sehr Schiss dass etwas wichtiges zuhause bleibt: Geldbeutel, Ubahnfahrkarte, Hausschlüssel...).
 
Diese ‘neue‘ hab ich auch schon eine Weile, weil ich zwei gekauft hatte.  Dieses Umräumen ist einfach so nervig dass ich gerne mehr als ein Modell habe damit ich eine abgenützte Tasche deren ich mich schämen würde gegen eine austauschen kann die okay ist.  Und bei dem super guten Preis den diese Handtasche gekostet hatte, da wär es sträflich gewesen es bei nur einer Ausgabe zu lassen!  Deswegen ist die Handtasche auch nicht wirklich total neu, ich hatte sie nur noch nie benützt.
 
Mit Schuhen hab ich das auch schon gemacht.  Ich hab mir ein zweites Paar gekauft als ich merkte dass das erst wirklich gut passte und super aussah.  Nur hab ich dann leider beide Paare wechselmässig getragen, und die hatten sich dann auch zur selben Zeit abgetragen.  Das war nicht die ursprüngliche Idee: ich wollte das zweite Paar wenn ich das erste loswerden muss.
 
Mit anderen Schuhen später hat es dann nicht so gut geklappt: ich hab mir freudig ein zweites Paar zugelegt, und erst dann festgestellt dass die nicht so super zu tragen waren wie ich dachte. Erfahrungswert.
 
Auf was ich auch gekommen bin: manchmal ist es gar nicht so gut sich Sachen aufzuheben. Nicht nur auf Vorrat haben (wie Lebensmittel die dann prompt ablaufen) sondern zur Seite legen damit man sich weiter darauf freuen kann sie zu benützen.  Vermutlich um’s nicht so schnell ‘leer‘ zu machen.
 
Ich habe wunderschöne Papierservietten, zum Teil von wunderbaren Freunden und Familie geschenkt bekommen, ein oder zwei auch selbst gekauft. Bis ich drauf kam dass ich mich zwar jedes Mal freue wenn ich sie sehe, aber benützt hab ich sie nicht.  Weil ich sie nicht aufbrauchen wollte. Also so was verrücktes!  Wieviele von denen will ich denn haben, so zum nur Bewundern?  Vielleicht sollte ich sie in einem Setzkasten als Ausstellungstück an der Wand hängend zur Schau stellen?  Das meine ich ironisch.
 
Als mir das auffiel hab ich mir dann zwei Packs gegriffen und mit in die Arbeit genommen.  Ich leg oft eine auf das Sandwich das ich esse, oder über mein Telefon.  Das schaut auch so hübsch aus.  Da freu ich mich dann jeden Tag daran die Serviette zu sehen, und nicht nur die paar Male die ich sie sonst gefunden hatte.  Viel besser etwas zu benützen als eben nicht.  Und schöner vom rumliegen werden sie ja auch nicht.
 
Es ist eine wirklich gute Sache sich Sachen ins tägliche Leben zu holen an denen man sich freuen kann.  Das macht Spass, es hebt die Lebensgeister und regt auch noch an andere positive Sachen zu machen.
 
Alles immer wieder mal gegen etwas neues eintauschen!  Gerade dann wenn etwas altes am auseinanderfallen ist.


Saturday, 5 July 2014

Ein paar Fotos

 
Einfach ein paar Bilder von Sachen die mich anmachen.  Aus Lust und Laune, so als Sammelsurium, eben mal so.

Hier sind sie:


 

Dieses Art Muster oben an diesem Fenster finde ich wunderschön. Das spricht etwas tief in mir an.





Diese Farbe ist genial: echt rot.  Kein gelb, kein braun, nichts anderes drin als nur rot.  Wunderschön.  Das will ich als Stoff und mir dann eine Jacke oder Bluse draus nähen.  Ach, seufz!




Tihi, ich glaube nicht dass ich dieses Foto absichtlich aufgenommen habe (kann ich mich jedenfalls nicht mehr genau erinnern), aber witzig finden tue ich's!




Ich liebe Cafes, vor allem die mit Sesseln und dunklem Holz.  Das muss von einem früheren Leben kommen, wenn etwas dunkles Holz um mich herum ist dann fühle ich mich wohl und geborgen.




Super dass mein Sandwichladen so schöne Blumen hat.  Das hebt die Lebensgeister.  Eine doll satte Farbe.




Mehr Muster.  Ich glaube das war im Victoria und Albert Museum.  Dort nehme ich überhaupt einige Fotos auf.  Ich sollte auch Freunde dort in einer Weile treffen heute, also nix wie fertig machen damit ich rechtzeitig los kann.

Wie stellen sich Sachen in Fotos dar die euch gefallen?  Was macht euch an, was macht gute Laune?





Thursday, 3 July 2014

Erste Erfahrungen

Das ist schon so ein Ding.  Ich wollte schon seit Jahren (also wirklich absolut total: JAAAAAHRE!) mal eine Maniküre machen lassen.  So als Geschenk an mich selber zum Geburtstag vielleicht, oder mal wenn mir danach ist mich verwöhnen zu lassen.  Kommt ja immer wieder mal vor dass man solche Tage erlebt wenn man wirklich TOTAL was damit anfangen kann sich was gutes zu tun.  Und wie, nicht?  Und Maniküre ist eins dieser doll ‘erwachsen sein‘ Sachen die man nicht macht wenn man noch zu jung ist.  Also gibt’s irgendwann die erste Erfahrung.


Z.B. Autofahren (selber meine ich), oder erster Job.  Erste Beziehung, erster Umzug.  Erste eigene Wohnung... and was sonst noch so alles.  Einiges davon ist recht aufregend, anderes mehr mundän.  Manches macht einem auch so richtig Angst: wie z.B. das erste Mal in eine fremde Stadt ziehen und wissen dass man sich damit auf ein dort Fuss fassen einlässt.  Und alles sonstig neues drum herum.

Manches Mal lassen einen Ängste dazu verleiten etwas nicht zu machen.  Wie eine Maniküre.  Oder auch in meinem Fall: mal nach Brighton fahren und mich dort umkucken.

Eine Maniküre ist ja wirklich nichts weltbewegendes.  Sich mal in Brighton aufhalten auch nicht, aber trotzdem.  Dass ich mich davon habe abhalten lassen etwas zu machen das ich schon lange machen wollte, nur weil ich Schiss hatte?  Das ist doch zu dämlich.

Das mit Brighton ist eine Geschichte für ein anderes Mal (das dauert mir jetzt zu lange, ich würde zu lange ausholen) - aber das mit der Maniküre will ich erzählen.

Ich war mir bewusst dass ich mich nicht gerne in eine Situation begebe in der alle um mich herum bestimmtes Wissen und damit auch bestimmte und spezifische Erwartungen haben (wie es in einem Beauty Laden hätte sein können):  Fingernägel, und deren Pflege, - die ich nicht habe und um die ich mich auch zum grossen Teil nicht schere.

Aber mich behaupten wäre nicht ganz einfach gewesen wenn da wer mit gerümpfter Nase meine Nägel begutachtet hätte.  Und sich dann recht blöd erkundigt hätte was ich denn so mache um sie in Schuss zu halten.  Da hätte ich nichts entgegen zu setzen gehabt, das wär mir total unter die Haut gegangen.  Also brauchte ich auch verflixt viel Anlauf bevor ich mich einer Maniküre unterzogen habe.

Diese Ängste lassen einen nicht so leicht los, selbst wenn man sich sehr bewusst ist dass diese spezifische Stituation die diese Ängste heraufbeschwört vermutlich nicht eintreten wird.  Was wenn doch?  Und wenn man schon so ein dummes Gefühlt und in einer Stimmung ist in dem man sich niht auf ein in sich ruhendes Gleichgewicht verlassen kann...  Dann ist das ein Warnsignal auf das ich höre.  Das hat sich noch kein einziges Mal als unnutz herausgestellt, im Gegenteil: wenn mir nicht nach was ist, dann läuft das sehr oft sehr bescheiden ab.

Vorgestern abend bin ich dann los.  Es war Zeit.  Meine Nägel brauchten es, ich hatte Zeit und noch ausschlaggebender: ich wollte auch.  Also nix wie los und kucken ob ich wo ohne Termin bekomme das mir genehm ist.

Das hab ich auch gefunden.  War ein bisschen teurer als ich wollte, aber ich will mal nicht kleinlich sein.  Es war wichtiger über die Hemmschwelle wegzukommen.

Es war eine Erfahrung mit gemischtem Erfolg.

Ich hatte erwartet dass es sich entspannender anfühlt.  Dass man schön und angenehm verwöhnt wird.

Für ein Weilchen zu sitzen und die Fingernägel in warmem Wasser halten, das war nett.  Auch entspanned.  Das Angebot von einem Glas Wasser war auch sehr willkommen, - ich hab sogar auch was davon trinken können:  bevor die Behandlung anfing, und auch in einer Pause.  Schön regelmässig aussehen tun sie auch.

Aber die Nagelhäutchen lass ich mir nicht nochmal kürzen.  Das hat weh getan, schmerzte gestern immer noch etwas, und es sieht auch nicht so doll aus.  Irgendwie nackt und bloss.  Das nächste Mal lasse ich mir die Nägel nur feilen und polieren. 

Heute schauen die Stellen wo die Nagelhäutchen sein sollen etwas trocken und unregelmässig aus.  Das finde ich noch weniger gut als mir das schon gestern missfallen hat.  Mehrere Male am Tag Hautcreme auftragen zu müssen ist mir zu viel.  Zu mühsam und das sollte auch nicht so sein.  An die Dinger lasse ich so schnell keinen mehr ran.

Ich hätte auch Nagellack haben können, und die hatten auch schön aufregende Farben.  Ein dunkler Lila, ein knalliges Rot, ein leuchtendes Rosa oder ein sattiges Pink – das hätte mir schon gefallen.  Und wenn’s weniger Farbe hätte sein sollen (mir ist im Moment sehr nach Farbe) dann hätten sie auch grau oder ein gedecktes Rose anzubieten gehabt. Oder ein Beerenrosarot.  Oder andere dolle Farben wie Navyblau oder Braun.  Aber der Lack war mir zu teurer – ich hab mir einen Scherz daraus gemacht nach einer ‘Anfängersession‘ zu fragen.  Also nur Feilen und Polieren, und diese nicht geschätzte Nagelhäutchenaktion.

Das Ergebnis schaut gut aus, ich bin froh dass ich eine Maniküre hatte und jetzt weiss um was es geht und wie das für mich ist – und ich weiss auch was ich nicht nochmal will.

Auf dem Weg zu dem Laden in dem ich war hatte ich auch nochmal ein paar andere gesehen und dort nach einer Preisliste gefragt – ich kann also durchaus eine zweite Maniküre woanders machen lassen.

Oder wer weiss, vielleicht auch andere Sachen?  Eine Pediküre wäre mir recht. 

Aber etwas anderes weiss ich auch: wenn ich etwas machen will das wunderschön entspannend ist und nach dem ich mich super duper gut fühle – dann wird es weiterhin eine Behandlung bei der Osteopathin sein (ich schweb da raus wie auf Wolken laufend!) oder sonst meine wunderbare Friseuse bei der man nicht nur leckeren Kaffee bekommt (sie kann sich sogar dran erinnern wie ich ihn trinke!  Da staunt man) sondern sie macht auch eine wunderbare Skalpmassage beim Haarewaschen.  Wenn ich die Lotterie gewinnen würde dann wäre ich jede Woche mehrere Male beim Friseur nur zum Haarewaschen.  Hach.

Ist schon interessant dass ich mir eine Maniküre etwas anders vorgestellt habe.  Aber ich bin ja so was von froh dass ich es nicht weiter vor mir herschiebe!  Manche Sachen muss man einfach machen um zu wissen was was ist.