Friday, 21 February 2014

Da muss was her!

Ich wollte diesen Blog Post schon als 'Da muss was weg!' betiteln, aber das ist mir zu negativ.  Das was her muss ist Harmonie und die Abwesenheit von Gerümpel.

Ich hab es ja sowas von satt dieses ganze 'Zeugs' im Weg liegen und stehen zu haben - es reicht!



Es war grad am Mittwoch, den 19. dass ich so darüber nachgedacht hatte was mich im Moment am meisten beschäftigt.  Und das ist 'das Aufräumen'.

Das klingt nach nicht sehr viel und nichts weltbewegendem, aber für mich ist es sehr wichtig.  Das ist das was jetzt grad dran kommt, dran ist, und das ich einfach hinkriegen will.

Muss, auch!

Auf Englisch nennt sich diese Sache die man als Gerümpel, Zeugs, Sachen, das kunterbunt herumliegende Allerlei nennen kann: 'Clutter'.  Und wenn was cluttert dann ist das dieses vollmüllen des Lebensraums - lauter Gegenstände von denen man mal dachte dass man sie haben will, und die inzwischen zu einem Hindernis geworden sind der verhindert dass man seinen Wohnbereich geniesen kann.

Ich denk da schon sehr lange drüber nach - und vor allem rede ich immer wieder wie absolut besessen davon dass ich so wahnsinnig gerne aufräumen will (vermutlich eher: alles aufgeräumt haben will) und wie ich das bewerkstelligen kann.

Bis jetzt scheint es nämlich damit absolut nicht zu klappen.  Was Ursache totalen Ärgers für mich ist. 

Warum kann ich das nicht?  Oder eher: warum räume ich nicht mehr auf und halte es dann aufgeräumt?  Ist mir das zu steril wenn alles schön an seinem Platz ist?  Ist das das Problem?


Ich hab neulich was entdeckt - das macht mich sehr happy.

Ich habe bemerkt dass ich mein Badezimmerregal (auf dem viele meiner Badezimmersachen stehen) so gut entrümpelt habe dass dort kein Gegenstand mehr ist den ich nicht benütze. Glaube ich jedenfalls mal.  Hundert pro bin ich noch nicht überzeugt weil ich immerhin vor kurzem ein Stück alter Seife gefunden habe die ich wirklich nicht mehr nehme und auch schon lang nicht mehr benützt habe.  Die passt da also nicht rein.  Es könnte schon sein dass da unbemerkt noch so 1-2 Sachen rumlauern... Unbedingt bald nachkucken!

Was mich daran so gut stimmt: es tut ja so wahnsinning, tierisch gut zu sehen und wissen und zu merken dass da kein Gerümpel in dem Bereich mehr rumlungert und mir das Leben schwer macht!  Da ist alles okay!  Alles ist an seinem Platz, ich gebrauche alles, und ich weiss dass ich mich erstmal nicht drum kümmern brauche ob da irgendwas ist bei dem ich mir den Kopf zerbrechen muss ob ich's mir erlauben kann es aufzuheben, oder ob es doch weg kann.  So eine Wohltat!

Ist das vielleicht herrlich.

Und so will ich es im Rest meines Bereiches auch haben.  Meine Strategie ist es dieses Prinzip des Badezimmerregals auf einen anderen Bereich anzuwenden.  Es muss auch gar kein riesig grosser Bereich sein, ich will da ganz bescheiden weitermachen und mich dann über Erfolge freuen können.  Ich brauch echt nicht auf das Grosse schielen und mich niedermachen solange ich noch nicht alles erledigt habe.

Das hört vermutlich nie auf, weil da immer wieder was dazu kommt.

Ist es das vielleicht was mich da so abhält?  Dass es sich als endlos und undankbar anfühlt?  So als ob da nie was endgültiges draus wird, dass es immer nur zeitweilig bleiben wird?  Ist das das Problem - nervt mich das schon so an dass ich's nicht mal anfange um zu sehen wie weit ich komme?

Hm, das stimmt nun auch wieder nicht so ganz.  Anfangen tue ich immer wieder.  Und es freut mich auch dass ich immer wieder mal anpacke und was wegräume.

Es tut mir auch sehr gut dass ich nicht nur mit einem kleinen Teil in der Gegend rumrenne um es wegzulegen, und dann erst ein Zweites finde dass ich da auch hätte hinbringen können - die meiste Zeit gehe ich da schon eher effizienter vor.  Nicht zu viel kopfloses Rumrennen.

Aber dass ich mir meinen Lebensraum auch immer wieder so schnell vollstelle!  Das ist schon total frustrierend.

Ich glaube ich benütze meinen Bereich nicht so gut und effektiv wie ich das gerne tun möchte.

Ich stopfe die Plätze voll an denen man etwas aufbewahren kann (Regale, unterm Bett, Möbel) und rage dann in den Bereich rein den ich eigentlich aktiv benützen möchte anstelle dort den Rest des Zeugs aufzubewahren (der ja dann eindeutig zu viel ist).  Eine ganzer Stapel Kartons sollte aber eigentlich ins Regal - nur ist das leider schon voll.

Ich kuck auch immer wieder ob ich Bücher wegtun kann.  Ich bin schon so viele Videos losgeworden - voran geht was, aber halt absolut nicht genug.

Es hift auch nichts dass sich meine Leidenschaften immer wieder ändern: wenn ich sehr viel von einer Sache gesammelt habe (z.B. Strickwolle), dann schwenke ich auf einmal auf nähen und viel zu viele Stoffe um.  Herrje.  So was blödes.

Ich hab noch ein praktisches Problem bemerkt: ich habe viele meiner Handarbeitssachen in zu kleinen Kartons die dann unglaublich unordentlich aussehen weil sie nicht einheitlich genug sind, und ihre aufgestapelte Anhäufung ist total kunterbunt. Kein schöner gesamtheitlicher Eindruck.

Sobald ich diese Sachen in die neue Nähkommode einräumen kann, bekomme ich erstens Platz und ich weiss dann auch was ich habe.  Sieben mal elastischen schwarzen Faden brauche ich nicht, da kann ich was davon loswerden.  Und das braucht dann alles so viel Zeit!

Ich bin schon ein paar alte Näh- und Strickzeitschriften losgeworden, unzählige Knäule Wolle, Stoffe die ich nicht benützen werde, usw usf.  Ich hab sehr viel an alten Klamotten aussortiert, und Schnickschnack auch.  Diese beiden Sachen sind die einfachsten.

Am schwersten fällt es mir mich von Sachen zu trennen die ich aufhebe einfach weil sie mir gehören, das ist tierisch schwierig.

Bald mehr!



Wednesday, 5 February 2014

Login

Ich mache diese Sache, dieses Ding das mir gefällt - und auch sehr gut tut.

Ich hatte schon lange vor mir in Sachen Handarbeiten ein aufhängbares Werk zu sticken das ein Motto darstellt. Okay, ich könnte das auch aufschreiben und als Poster aufhängen (hab ich auch schon gemacht) aber als Stickbild finde ich es schöner.


Es dauert nur ganz schön lange bis man so was fertig hat (wenn ich schon angefangen hätte, dann würde das eine absehbare Zeit brauchen, aber so...) und will ich dann genau dieses Motto auch noch?  Und für wie lange?  Und irgendwann will ich dann lieber wieder ein anderes...

Ich hab die moderne Methode für mich entdeckt mit der man das wunderbar praktisch einrichten kann und auch so oft ändern wie man möchte: nicht aufschreiben und aufhängen - sondern als Login Password im Computer benützen.




Eine Phrase die mir Spass macht, die mich anmacht, die mir gut tut: wenn ich das jeden Tag eintippe, dann bleibt die Absicht hinter dieser Phrase auch viel mehr hängen in meinem Unterbewusstsein.  Das nützt dann sogar noch mehr als wenn ich den Spruch an die Wand hänge.

Ich hab auch das Gefühlt dass so ein Motto, mit dem ich mich tagtäglich umgebe und beschäftigte, Einfluss auf mein Leben hat.  Es richtet mein Augenmerk immer wieder auf das wie ich denken will (positiv!) und welche Haltung ich haben will (konstruktiv) und was ich will (schönes) - das kann ganz schön Nachhall haben.

Es fühlt sich an wie gutes Feng Shui.

Ach, die kleinen Vergnügen im Leben!


PS: Ich benütze natürlich keine dieser beiden Phrasen (oder Varianten davon) im wirklichen Leben, das ist hoffentlich ohne Frage klar. Das wäre a wengerle bescheuert von mir.